Gran Canaria wird gern ein Kontinent im Kleinen genannt, und die Formel hält sich, weil sich die Insel tatsächlich alle zwanzig Fahrminuten ändert: Dünen im Süden, Kiefernwald und Vulkangestein in der Mitte, eine Stadt mit Surfstrand im Norden. Was die Formel verschweigt: Zu einem guten Teil der Insel führt überhaupt keine Straße, und die Küste westlich von Mogán ist der klarste Fall.

Dieser Text trennt die Sehenswürdigkeiten in die, zu denen man fährt, und die, die es nur vom Meer aus gibt — und stellt der zweiten Hälfte einen Preis daneben.

Zu einem guten Teil der Insel führt keine Straße. Güigüí, die Höhlen westlich von Mogán und das Riff vor dem Hafen erreichen Sie nur vom Wasser aus — planen Sie dafür eine Bootsfahrt ein, der Rest geht mit dem Auto.

Was man von der Straße aus sieht

Die Dünen von Maspalomas lässt niemand aus: ein Sandfeld zwischen Hotelort und Meer, das man früh am Morgen begeht, bevor die Oberfläche heiß wird. Der Roque Nublo steht in der Inselmitte, ein Vulkanschlot, den ein kurzer Aufstieg von der Passstraße erschließt.

Las Palmas im Norden hat Las Canteras, einen langen Stadtstrand hinter einer natürlichen Riffbarriere. Puerto de Mogán im Südwesten ist das Dorf mit den kleinen Kanälen in den Gassen — und praktischerweise zugleich ein Arbeitshafen, von dessen Stegen mehrere der Fahrten unten ablegen.

Wohin führt keine Straße?

Güigüí ist das Argument, an Bord zu gehen. Der Strand liegt an der Westküste unter Felswänden, und hinein kommt man nur über eine lange Wanderung oder vom Meer. Die vierstündige Yachtfahrt ab Puerto de Mogán mit Aqua Fun kostet 125 € pro Person, für bis zu achtzehn Gäste, mit Bade- und Schnorchelstopps, kalten Getränken und Crew.

Boot von Aqua Fun unter den Klippen der Westküste Gran Canarias
Foto: Aqua Fun Mogán, Website des Anbieters

Das Zweite ohne Straße ist der Meeresboden. Vor Puerto de Mogán liegt ein künstliches Riff aus 350 Strukturen auf 3.000 Quadratmetern, und ohne Brevet sieht man es im U-Boot Atlántida für 38 € pro Erwachsenem, Steuern inklusive, in einem 44-sitzigen Boot, mit kostenlosem Bus aus den Südhotels auf Reservierung.

Das Dritte ohne Straße ist die Reihe von Höhlen in den Klippen westlich von Puerto de Mogán. Ein Weg hinunter führt nicht dorthin; man kommt vom Wasser hinein. RockNatour paddelt mit Zweierkajaks hinein: vier Stunden mit Schnorcheln und optionalen Felssprüngen für 65 € pro Person, Alter 16 bis 55, mit Guide, Kajak, Westen, Schnorchelset, Versicherung und Fotos.

Was kostet das Meer hier?

FormatHafenPreisDauer
Wale und Delfine, GlasbodenkatamaranPuerto Ricoab 25 € pro Person2,5 Std.
Delfinfahrt, Líneas SalmónPuerto Rico, Mogán, Anfi, Arguineguín35 € Erwachsene, 25 € Kinder 6–122 Std.
U-Boot zum künstlichen RiffPuerto de Mogán38 € pro Erwachsenem
Katamaran mit Badestopp und MittagessenPuerto Rico55 € ab 11 Jahren4 Std.
Bootstour mit Schnorcheln und MittagessenPuerto de Mogán59 € Erwachsene, 45 € Kinder 3–113 Std.
Yacht nach GüigüíPuerto de Mogán125 € pro Person4 Std.

Unter Wasser ohne U-Boot

Wer lieber im Wasser ist als hinter Glas, findet auf der Insel ein ungewöhnlich günstiges Tauchangebot für den ersten Versuch. Ein dreistündiger Schnuppertauchgang in Puerto Rico kostet 89 €, nie mehr als vier Personen pro Instructor, ab 10 Jahren, mit Ausrüstung, Versicherung und Steuer im Preis.

An der Ostküste, im Meeresschutzgebiet El Cabrón bei Arinaga, kosten zwei Ufertauchgänge 100 € inklusive Hotelabholung. Das ganze Bild steht in unserem Tauchbereich für Gran Canaria.

Wie die Insel Ihre Tage teilt

Alles, was schwimmt, liegt im Süden. Puerto Rico, Puerto de Mogán und die Marina Pasito Blanco halten die Boote, die Tauchbasen, die Jetskis und das Parasailing.

Drei Basen liegen außerhalb dieses Streifens: die Tauchbasis in Arinaga an der Ostküste, das Windcenter in Pozo Izquierdo weiter südlich an derselben Küste und die zwei Gleitschirmschulen in Las Palmas ganz im Norden, deren Tandemflüge über die Küste von Las Canteras bei 70 € beginnen. Das ist ein Tag in der Hauptstadt, keine Zugabe zum Strandnachmittag.

Reicht eine Woche für die Insel?

Bequem. Zwei Tage im Süden mit einer Bootstour, ein Tag ins Landesinnere zum Roque Nublo, ein Tag in Las Palmas — und ein Morgen bleibt für die Dünen, bevor es heiß wird.

Welche einzelne Fahrt zeigt am meisten?

Die Yacht nach Güigüí, weil sie den Küstenabschnitt abdeckt, der anders nicht erreichbar ist. Ist das Budget enger, gibt der Katamaran Princesa Ico für 55 € vier Stunden, einen Badestopp und Mittagessen ab Puerto Rico.

Der Glasboden-Katamaran Princesa Ico auf offener See vor Gran Canaria
Foto: Catamarán Princesa Ico, Website des Anbieters

Lohnt der Norden die Fahrt?

Für Las Canteras und die Altstadt von Las Palmas ja — und dort wird Gleitschirm geflogen. Alles andere am Wasser liegt näher an Maspalomas.

Aktualisiert am 3. September 2026. Preise, Dauer, Altersgrenzen und Leistungen stammen von den Seiten der Anbieter.